09.06.2011 | Symposium: Jugend und gesellschaftliche Verantwortung - Zu viel(e) System(e) am Übergang Schule/Beruf
Professorin Dr. Katharina Gröning gehört dem Wissenschaftlichen Beirat des BAJ an und ist Referentin auf dem Symposium
Der Blick auf das System des Ausbildungsmarktes
Es gibt immer noch zahlreiche Jugendliche, die nach wie vor benachteiligt sind und wenig Chancen auf einen Ausbildungsplatz haben. Der Bedarf an spezieller Förderung auf dem Weg in eine berufliche Zukunft, besonders beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Arbeit, ist groß. Auf dem Ausbildungsmarkt hat es in den letzten 20 Jahren Veränderungen gegeben und der Wettbewerb in der Berufsvorbereitung hat zugenommen. Der Verein für Berufliche Ausbildung und Qualifizierung Jugendlicher und Erwachsener (BAJ) veranstaltet am Donnerstag, 9. Juni, ein Symposium zum Thema „Jugend und gesellschaftliche Verantwortung – Zu viel(e) System(e) am Übergang Schule/Beruf?“
Der Blick des Symposiums ist gerichtet auf das System am Ausbildungsmarkt. Wie Markus Schäfer-Willenborg, Geschäftsführer beim BAJ, sagt, sind Maßnahmen für die Jugendlichen dringend notwendig. Doch es gebe eine Überreglementierung am Markt. Hier soll nun eine Diskussion zwischen beiden Polen stattfinden. „Es soll beleuchtet werden, wie dehnungsfähig die Systeme sind. Denn, so wie bisher kann es nicht mehr weitergehen, es werden dringend Veränderungen gebraucht“, betont Schäfer-Willenborg.
In Anknüpfung an das erste Symposium 2009 (Verwirklichungschancen im Wettbewerb) soll jetzt der Frage nachgegangen werden, welche Voraussetzungen für den dauerhaften Erfolg der Angebote für Jugendliche notwendig sind und ob es Grenzen für eine förderliche Modernisierung des Übergangssystems gibt.
„Wir brauchen dauerhafte Angebote für diese Jugendlichen, damit sie fachliche und soziale Kompetenzen erlangen können, um ihre Chance auf einen Ausbildungsplatz zu erhöhen“, sagte Professorin Dr. Katharina Gröning von der Universität Bielefeld. Sie gehört dem wissenschaftlichen Beirat des BAJ an und ist eine von vier Referenten an diesem Tag. Der verschärfte Wettbewerb am Markt habe deutliche Spuren bei den Fachkräften hinterlassen, so Professorin Gröning. Sie setzt sich für bessere Rahmenbedingungen für die Systeme und einen regulierten Markt ein.
Als weitere Referenten konnte der BAJ Professor Dr. Dieter Timmermann, Dr. Cornelia Hoffmann und Professor Dr. Holger Ziegler gewinnen. Die Vorsitzende des BAJ, Brigitte Reckmann, wird in das Thema einführen. Das Symposium findet am Donnerstag, 9. Juni, in der Zeit von 15.00 bis 18.30 Uhr im Jugendgästehaus am Tor 6 statt. Es richtet sich vor allem an das Fachpublikum aus Wissenschaft, Schule, Agentur für Arbeit, Stadt Bielefeld, Rege und der politischen Parteien.
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